Seatti vs Microsoft Places: Reicht das, was in Microsoft 365 ohnehin enthalten ist?
Microsoft Places ist Teil von Microsoft 365 und deckt Arbeitsort Planung, Raum und Schreibtischbuchung in Teams und Outlook ab. Das ist die naheliegendste Frage, wenn Seatti auf dem Tisch liegt. Diese Seite beantwortet sie anhand der Angaben von Microsoft selbst, ohne den Preisvorteil von Places kleinzureden.
Stand 30.10.2026. Alle Angaben zu Microsoft Places stammen aus der Produktseite von Microsoft und aus Microsoft Learn. Die Quellen stehen am Ende dieser Seite. Microsoft entwickelt Places laufend weiter, Angaben können sich ändern.
Kurzfazit
Die Kernfunktionen von Places sind in den gängigen Microsoft 365 Plänen enthalten. Beim reinen Lizenzpreis gewinnt Microsoft, daran gibt es nichts zu deuten. Die Frage ist, ob der Funktionsumfang die Entscheidung trägt, um die es geht.
Seatti passt, wenn neben Arbeitsplätzen und Räumen auch Parkplätze, Besuchende und Services gebucht werden, wenn die Auslastung je Arbeitsplatz ohne zusätzliche Geräte gemessen werden soll und wenn am Ende eine belastbare Flächenentscheidung stehen muss.
Microsoft Places passt, wenn Raum und Schreibtischbuchung in Teams und Outlook ausreichen, wenn Teams Rooms und Teams Panels ohnehin ausgerollt sind und wenn die Beschaffung keinen zusätzlichen Anbieter neben Microsoft zulässt.
Der wichtigste Satz steht bei Microsoft selbst
„Automatic Update is not a tracking tool and can't be used to monitor employee attendance. The feature is designed to facilitate collaboration, not compliance or oversight."
Quelle: Microsoft Learn, Enable work plans, abgerufen am 30.10.2026. Dieselbe Seite hält fest, dass die automatische Standorterkennung standardmäßig ausgeschaltet ist, dass Administratoren weder Monitoring noch Berichte noch historische Standortdaten erhalten und dass der tatsächliche Arbeitsort am Ende der Arbeitszeit gelöscht wird.
Das ist aus Sicht von Datenschutz und Betriebsrat eine gute Nachricht und spricht für Places. Es bedeutet aber auch: Diese Funktion liefert keine Datenbasis für eine Flächenentscheidung. Wer wissen will, welche Etage im letzten Quartal wie ausgelastet war, braucht in Places die Belegungsberichte, und die hängen an Teams Rooms Geräten, Teams Panels mit Check in oder angebundenen Sensoren.
Vergleichstabelle
Alle Angaben zu Microsoft Places stammen von microsoft.com und learn.microsoft.com, abgerufen am 30.10.2026. Wo eine Angabe auf den gesichteten Seiten nicht zu finden war, steht das ausdrücklich dort. Das bedeutet nicht, dass die Funktion fehlt.
Kriterium | Seatti | Microsoft Places |
|---|---|---|
Lizenzmodell | Ein Preis je Nutzenden und Monat, zwei Module, keine Implementierungskosten laut Preisseite | Kernfunktionen in den gängigen Microsoft 365 Plänen enthalten. Schreibtischbuchung, automatische Freigabe und Belegungsberichte brauchen laut Microsoft Learn eine Lizenz je Fläche, KI Funktionen eine Copilot Lizenz |
Zusatzkosten für Buchung | Arbeitsplätze und Parkplätze ab Workspace Essentials, Räume ab Workspace Pro. Besuchermanagement als Add-on pauschal je Standort, Services wie Catering oder Reinigung als Erweiterung | Microsoft Teams Shared Space, eine Lizenz deckt laut Microsoft bis zu vier Schreibtische plus eine geteilte Ressource ab |
Microsoft Teams und Outlook | Nativ in Teams, Buchungen landen im Outlook Kalender | Teil von Microsoft 365, tiefer in Teams und Outlook verankert als jede Lösung eines Drittanbieters sein kann |
Nutzerverwaltung | Entra ID Sync im Produkt, Nutzende und Gruppen automatisch | Identität und Berechtigungen kommen aus dem eigenen Microsoft 365 Tenant, eine Synchronisation entfällt vollständig |
Parkplätze, Besuchende, Services | Parkplatzbuchung im Modul enthalten, Besucherverwaltung mit Voranmeldung und Einladung als Add-on pauschal je Standort, Services wie Catering und Reinigung als Erweiterung | Auf den gesichteten Microsoft Seiten sind Parkplatzbuchung, Besuchermanagement und Servicebuchung nicht als Funktionen von Places genannt |
Signalquellen für Belegung | Buchungen, IP basierte Präsenz und Seatti Signals über vorhandene Docking-Stationen am Arbeitsplatz. IP basierte Anwesenheit ist laut Preisseite ab Intelligence Essentials enthalten, Seatti Signals ab Intelligence Pro | Laut Microsoft Learn drei Signale: Teams Rooms Geräte in geplanten Teams Besprechungen, Teams Panels mit aktiviertem Check in und angebundene Belegungs oder Personenzählsensoren von Drittanbietern. Dazu die Reservierungsdaten aus Exchange |
Automatische Standorterkennung | IP basierte Präsenz und Erkennung am Arbeitsplatz über vorhandene Docking-Stationen, als Teil der Auswertung angelegt | Über Peripheriegeräte am Schreibtisch, allgemein verfügbar, und über WLAN mit Zuordnung von SSID und BSSID zu Gebäuden, laut Microsoft Learn derzeit in der Vorschau. Standardmäßig ausgeschaltet |
Historische Auswertung | Nutzungsdaten bleiben als Zeitreihe auswertbar, Grundlage für Miet und Konsolidierungsentscheidungen | Der tatsächliche Arbeitsort wird laut Microsoft Learn am Ende der Arbeitszeit gelöscht, eine Historie steht nicht zur Verfügung. Belegungsberichte speisen sich aus den Gerätesignalen. Das Signal aus Teams Besprechungen bleibt laut Microsoft 28 Tage verfügbar |
Mitbestimmung und Datenschutz | Pseudonymisierte und aggregierte Daten, keine Live Überwachung, keine Geolokalisierung, keine Arbeitszeiterfassung, anonyme Buchung möglich, Arbeitsortangabe optional, ISO 27001 durch PROKS Certification, EU Hosting | Microsoft hält fest, dass die automatische Aktualisierung kein Werkzeug zur Überwachung ist und nicht zur Kontrolle der Anwesenheit genutzt werden kann. Modi Inform, Ask und Off steuern, ob Beschäftigte zustimmen müssen. Es gelten die Microsoft Produktbestimmungen und der Datenschutznachtrag |
Datenhaltung | Datenverarbeitung und Hosting in der EU | Places setzt auf Microsoft 365 und Exchange Online auf, es gelten die Datenhaltungsregeln Ihres Tenants einschließlich EU Data Boundary. Eine Places spezifische Aussage haben wir auf den gesichteten Seiten nicht gefunden. Für das Besprechungssignal nennt Microsoft die Regionen NAM, EUR, JPN und APAC |
Rollout | Kick off bis Go Live in unter zwei Wochen, keine Implementierungskosten laut Preisseite | Einrichtung über die Places Verwaltung, Gebäudehierarchie und PowerShell. Für die WLAN Erkennung sind Teams und Exchange Administratorrechte sowie Listen mit SSID und BSSID je Gebäude nötig, Änderungen brauchen laut Microsoft 24 bis 48 Stunden |
Was sich zum 1. April 2026 an der Lizenzierung geändert hat
Wer Places in den letzten beiden Jahren bewertet hat, hat mit anderen Voraussetzungen gerechnet. Microsoft Learn beschreibt die Umstellung so: „As of April 1st, 2026, these features have shifted to a per-space licensing model."
Vorher
Teams Premium je Nutzenden
Schreibtischbuchung, Places Explorer, Places Finder und die automatische Freigabe hingen an einer Teams Premium Lizenz je Person.
Heute
Lizenz je Fläche
Places Explorer und Places Finder sind Kernfunktionen geworden. Schreibtischbuchung, automatische Freigabe und Belegungsberichte brauchen eine Lizenz je Raum oder Schreibtisch: MTR, MTSS oder MTSS-SS.
Übergang
Bestandskunden
Laut Microsoft behalten Kundinnen und Kunden mit laufendem Teams Premium Abonnement die Premium Funktionen bis zur Verlängerung. Danach werden Teams Premium Lizenzen für die Schreibtischbuchung ignoriert.
Für eine Entscheidung heißt das zweierlei. Erstens: Rechnen Sie mit dem Modell von heute, nicht mit Zahlen aus einem älteren Angebot oder Blogbeitrag. Zweitens: Die Kosten hängen jetzt an der Zahl der Flächen, nicht an der Zahl der Beschäftigten. Bei einer niedrigen Desk Sharing Quote arbeitet das für Sie, bei vielen Einzelarbeitsplätzen gegen Sie. Microsoft nennt zusätzlich drei kostenlose MTSS-SS Lizenzen je gekaufter MTSS Lizenz, was die Rechnung weiter verschiebt.
Kosten im Vergleich
Hier liegt der klarste Unterschied, und er fällt zugunsten von Microsoft aus. Wir rechnen ihn offen vor, statt ihn zu umgehen.
Rechenbeispiel: 250 Mitarbeitende, zwölf Monate
Offengelegte Annahme: 250 lizenzierte Nutzende bei Seatti. Für Microsoft Places 125 buchbare Schreibtische bei einer Desk Sharing Quote von 0,5, bei bis zu vier Schreibtischen je Lizenz also 32 Lizenzen. Die bestehenden Microsoft 365 Lizenzen sind nicht eingerechnet, sie sind ohnehin vorhanden.
250 mal 2,90 € mal 12
250 mal 3,90 € mal 12
32 mal 7,41 € mal 12, ohne Umsatzsteuer
Kernfunktionen sind in den M365 Plänen enthalten
Ehrlich eingeordnet: Beim Lizenzpreis gewinnt Microsoft Places deutlich, und wer nur Raumbuchung und Arbeitsort Planung braucht, zahlt gar nichts extra. Diesen Vorteil kann kein Drittanbieter einholen, und wir versuchen es hier auch nicht. Die Rechnung verschiebt sich erst, wenn Sie dazurechnen, was in Places nicht enthalten ist: Teams Panels oder Sensoren für die Belegungsmessung je Raum, Copilot Lizenzen für die KI Funktionen und eine separate Lösung für Parkplätze, Besuchende und Services. Die ehrliche Entscheidungsfrage lautet deshalb nicht, was günstiger ist, sondern ob Sie eine Flächenentscheidung treffen müssen oder nur den Büroalltag organisieren wollen.
Wenn Places zusätzlich bleibt
Anders als bei den übrigen Vergleichen geht es hier selten um eine Ablösung. Microsoft 365 bleibt. Die Frage ist, wie beides nebeneinander läuft.
Schritt 1
Anforderungen trennen
Listen Sie auf, was Sie buchen müssen und welche Entscheidung die Daten tragen sollen. Beides getrennt, nicht in einem Satz.
Schritt 2
Bestand prüfen
Wie viele Teams Rooms und Teams Panels sind ausgerollt? Davon hängt ab, wie viel Belegungsdaten Places ohne neue Hardware liefert.
Schritt 3
Lücke beziffern
Was kosten Hardware, Copilot Lizenzen und eine separate Lösung für Parkplätze und Besuchende? Diese Summe ist der echte Vergleichswert.
Schritt 4
Entscheiden
Reicht Places, bleibt es bei Places. Wenn nicht, läuft Seatti nativ in demselben Teams und Outlook und ist in unter zwei Wochen live.
Betriebsrat und Datenschutz werden in beiden Fällen früh eingebunden. Ob und in welcher Form eine Betriebsvereinbarung nötig ist, entscheidet jedes Unternehmen selbst. Dieser Ablauf ist keine Rechtsberatung.
Beleg aus laufenden Projekten
Zahlen aus den von Seatti veröffentlichten Referenzen. Über 100 Unternehmen nutzen Seatti nach eigenen Angaben, durchweg in Microsoft 365 Umgebungen.
Quelle: seatti.co/referenzen. Die Werte stammen aus den jeweiligen Kundenprojekten und lassen sich nicht auf andere Unternehmen übertragen.
Wer passt zu wem
Für viele Unternehmen ist Microsoft Places die richtige Antwort. Diese Einordnung soll die Entscheidung abkürzen, nicht den Wettbewerber kleinreden.
Häufige Fragen
In vielen Fällen sollten Sie das nicht. Wenn Raumbuchung und Arbeitsort Planung Ihr Bedarf sind, ist Places die wirtschaftlich richtige Entscheidung, und wir sagen das im Erstgespräch auch so. Eine zusätzliche Lösung rechnet sich erst, wenn eine konkrete Entscheidung über Fläche und Betriebskosten davon abhängt oder wenn Parkplätze, Besuchende und Services dazukommen.
Für die Zusammenarbeit ja, für die Flächenentscheidung nicht. Microsoft Learn hält fest, dass die automatische Aktualisierung kein Überwachungswerkzeug ist, dass Administratoren keine Berichte und keine historischen Standortdaten erhalten und dass der tatsächliche Arbeitsort am Ende der Arbeitszeit gelöscht wird. Für belastbare Auslastungszahlen braucht Places die Belegungsberichte, und die speisen sich aus Teams Rooms Geräten, Teams Panels mit Check in oder angebundenen Sensoren.
Ja. Beide laufen in Microsoft 365, Seatti nativ in Teams und Outlook. In der Praxis entscheiden sich Unternehmen meist für eine führende Oberfläche für die Buchung, damit Beschäftigte nicht zwei Wege lernen. Welche das ist, klären wir im Termin anhand Ihres Bestands an Teams Rooms und Panels.
Microsoft Learn beschreibt, dass mehrere Funktionen zum 1. April 2026 auf ein Modell je Fläche umgestellt wurden. Places Explorer und Places Finder sind Kernfunktionen geworden, Schreibtischbuchung, automatische Freigabe und Belegungsberichte brauchen nun eine Lizenz je Raum oder Schreibtisch. Angebote und Berechnungen aus der Zeit davor sind damit überholt.
Bei Seatti erfolgen Datenverarbeitung und Hosting in der EU, mit Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO und ISO 27001 durch PROKS Certification. Places setzt auf Microsoft 365 und Exchange Online auf, es gelten also die Datenhaltungsregeln Ihres Tenants einschließlich EU Data Boundary. Eine Places spezifische Aussage zur Datenhaltung haben wir auf den gesichteten Microsoft Seiten nicht gefunden, für das Signal aus Teams Besprechungen nennt Microsoft die Regionen NAM, EUR, JPN und APAC.
Prüfen wir zuerst, ob Sie uns überhaupt brauchen
In einem Walkthrough von 30 Minuten gehen wir Ihren Bedarf und Ihren Bestand an Teams Rooms und Panels durch. Wenn Microsoft Places reicht, sagen wir Ihnen das.
Was Sie im Termin bekommen
Quellen und Aktualität
Angaben zu Microsoft Places: microsoft.com/de-at/microsoft-teams/microsoft-places und die englische Fassung derselben Seite, learn.microsoft.com/microsoft-365/places/what-is-places/license-requirements, learn.microsoft.com/microsoft-365/places/configuring-places/enable-work-plans sowie learn.microsoft.com/microsoft-365/places/enable-places-analytics/room-analytics-overview. Alle abgerufen am 30.10.2026. Angaben zu Seatti: seatti.co/preise und seatti.co/referenzen, Stand 30.09.2026.
Microsoft entwickelt Places laufend weiter und hat die Lizenzierung zum 1. April 2026 umgestellt. Dieser Vergleich beruht auf öffentlich zugänglichen Daten zum Erstellungszeitpunkt und kann sich ändern. Die Preisangaben unterscheiden sich zwischen den Sprachversionen der Microsoft Seite, maßgeblich ist Ihr Angebot von Microsoft oder Ihrem Partner. Wo eine Information auf den gesichteten Seiten nicht veröffentlicht ist, steht das ausdrücklich dort und bedeutet nicht, dass die Funktion fehlt. Hinweise auf Fehler nehmen wir gern entgegen und korrigieren sie. Microsoft, Microsoft 365, Teams, Outlook, Copilot und Places sind Marken der Microsoft Corporation und werden hier nur zur Beschreibung der verglichenen Produkte genannt.

