Paula

Was ist hybrides Arbeiten?

Hybrides Arbeiten, auch Hybrid Work genannt, ist ein flexibles Arbeitsmodell, bei dem Arbeitnehmer:innen ihren Arbeitsort und manchmal Arbeitszeiten selbst wählen können.

Die Mitarbeitende können flexibel entscheiden, wann sie von zu Hause, von CoWorking-Spaces oder vom Büro aus arbeiten.

Ganz wichtig: Hybrides Arbeiten ist zu unterscheiden von Telearbeit und Mobiles Arbeiten. Die Telearbeit ist gesetzlich geregelt z.B. in § 2 Abs. 7 der Arbeitsstättenverordnung. Daraus geht klar hervor, dass der Arbeitgeber den (heimischen) Arbeitsplatz einrichten muss. Dazu gehört eine entsprechende (arbeitsvertragliche) Vereinbarung über wöchentliche Arbeitszeit und Dauer der Einrichtung und die Ausstattung eines Bildschirmarbeitsplatzes inkl. Mobiliar. 

Beim mobilen Arbeiten hingegen wird die Tätigkeit unabhängig von einem festen Arbeitsplatz an jedem denkbaren Ort erbracht.

Hybrides Arbeiten ist (noch) nicht in diesem Sinne gesetzlich geregelt.

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Hybrides Arbeiten: Flexibilität statt feste Regeln

Aber es gibt einige Merkmale, womit man hybrides Arbeiten doch definieren kann. Vor allem gilt das Sprichwort: Flexibilität.

Firmen, die hybrides Arbeiten umsetzen, müssen den gesamten Büroraum nicht aufgeben. Und Mitarbeitende müssen nicht jeden Tag ins Büro fahren. 

Es bedeutet vielmehr, dass Sie einen Weg finden, beide Elemente zu kombinieren: Remote und Office.

Hybrides Arbeiten nutzt oft Desk-Sharing – ein neues Modell, bei dem es keine festen Arbeitsplätze im Office mehr gibt, sondern die Mitarbeitenden selbst entscheiden können, wo sie im Büro arbeiten wollen, während insgesamt weniger Arbeitsplätze benötigt werden.

Hybrides Arbeiten wird mit einem flexiblen Büromanagement kombiniert, das den Mitarbeitenden die Möglichkeit gibt, selbst zu entscheiden, wann sie von wo aus arbeiten – und manchmal sogar, zu welchen Zeiten sie arbeiten wollen

Warum hybrides Arbeiten?

Viele Unternehmen sind dazu übergegangen, ihr Arbeitsmodell zu verändern. Und das hängt ganz offensichtlich mit dem radikalen Wandel zusammen, den COVID-19 in unser Leben gebracht hat. COVID-19 hat die Art und Weise, wie wir arbeiten, völlig verändert, wie Tessa Wanders, Investmentmanagerin bei Peak, sagte:

„Es bedurfte erst einer schlimmen Pandemie, damit die Unternehmen erkannten, dass ihre Mitarbeiter durchaus in der Lage sind, ohne die physische Aufsicht ihres Chefs zu arbeiten.“.

 

Im Vergangen Jahr hat sich kein Bereich so schnell Verändert, wie die Art und Weise, wie wir arbeiten - Satya Nadella, Microsoft CEO

Die Corona-Pandemie hat sehr deutlich gezeigt, dass Unternehmen nicht mehr alle Mitarbeitenden im Büro haben müssen. Tatsächlich schätzen viele die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten, nicht nur, sondern fordern sie sogar, nachdem sie die vielen Vorteile erkannt haben (mehr dazu im nächsten Abschnitt).

Zwei Hauptgründe für hybrides Arbeiten

Eine neue Studie von IDC zeigt, dass die meisten Firmen in Deutschland zumindest teilweise hybrides Arbeiten umsetzen werden.

Und das vor allem aus zwei Gründe: erstens, weil Mitarbeitende es wollen; zweitens, um Kosten zu sparen.

Um sowohl die Arbeitnehmer:innen als auch die Arbeitgeber zufriedenzustellen, müssen die Unternehmen über ein praktikables und realistisches Modell nachdenken, das den Wunsch, Remote zu arbeiten, mit der Praktikabilität, ins Büro zu gehen, verbindet.

Hybrides Arbeiten befriedigt diesen Bedarf und diese Nachfrage, indem sie die Möglichkeit bietet, sowohl Remote Work als auch vor Ort flexibel und effektiv zu organisieren.

Vorteile von hybrider Arbeit

Vorteile für Mitarbeitende

Hybrides Arbeiten gibt Mitarbeitern die Möglichkeit zu entscheiden, wann sie von wo aus arbeiten – aber das ist nicht der einzige Vorteil.

1) Kontrolle

Die Entscheidung, wo Mitarbeiter arbeiten wollen, ist nicht mehr erzwungen. Und das ist ein häufiger neuer Wunsch: 95 % der Arbeitnehmer:innen haben angegeben, dass sie ein gewisses Maß an Kontrolle* darüber haben wollen, wie, wo und wann sie arbeiten. Bei Hybrid Work gibt der Arbeitgeber diese Kontrolle an den Arbeitnehmer ab – je nachdem, was er/sie für die effizienteste Art zu arbeiten hält.

2) Vertrauen

Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, ihre eigene Arbeitsweise zu wählen und die Kontrolle abzugeben, zeugt dies Vertrauen. Und wenn Unternehmen ihren Mitarbeitenden Vertrauen entgegenbringen, berichten 76 % von einem niedrigeren Stressniveau und 40 % haben das Gefühl, dass sie seltener unter Burnout leiden. Tatsächlich gaben 91 % der Arbeitnehmer:innen an, dass sie mit einem hybriden Modell eine bessere Work-Life-Balance erleben. Insgesamt sind Mitarbeitende weniger gestresst und effizienter.

3) Produktivität

Es versteht sich von selbst, dass ein höheres Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu mehr Produktivität, besserer Arbeitsmoral und geringerer Fluktuation führt – alles Vorteile, die Unternehmen nutzen können und sollten. Tatsächlich steigert Hybrid Work das Mitarbeiterengagement um 60–80 % und damit die Produktivität – im Durchschnitt steigt die Produktivität nach der Einführung von Hybrid Work um 21 %.

Vorteile für Arbeitgeber

Hybrides Arbeiten ermöglicht es den Arbeitgebern, eine ausgewogenere Kontrolle und Übersicht über die Mitarbeiterverwaltung zu behalten und von den Vorteilen der Kostenreduzierung zu profitieren.

1) Rentabilität

Eine höhere Produktivität ist auch für Arbeitgeber von Vorteil. Infolge des gestiegenen Wohlbefinden der Mitarbeitenden haben Arbeitgeber höhere Produktivitätsraten festgestellt. Dies hat zu einem Anstieg der Rentabilität um 22 % geführt. Aber sie sparen auch bei der Einstellung neuer Mitarbeitenden. Durch das Angebot von Hybrid Work senkte die Fluktuationsrate um 65 %. In Anbetracht des Wissensverlusts und Zeitaufwands für Interviews und die Einarbeitung neuer Bewerber ist dies eine äußerst wertvolle Zahl.

2) Reduzierte Kosten

Einer der größten Vorteile von hybrides Arbeiten für Arbeitgeber, ist die Erkenntnis, dass keine großen Büros mehr benötigt werden. Durch die Schaffung der Möglichkeit für Mitarbeiter, Remote zu arbeiten, wird die Bürofläche reduziert. Weniger Desks = weniger Büros. Und weniger Büros = geringere Immobilienkosten. 24 % der Führungskräfte halten dies für den größten Vorteil von Hybrid Work.

3) Management

Über ein in Drittel der C-Suite findet hybrides Arbeiten auch einfacher für Mitarbeiterverwaltung. Bei hybriden Arbeitsmodellen ist es mit den richtigen Tools und/oder Plattformen möglich, den Überblick darüber zu behalten, wann welcher Mitarbeitende wo arbeiten. Und gleichzeitig den Mitarbeitende das Vertrauen und die Kontrolle zu geben, die sie suchen – was wiederum ihr Wohlbefinden steigert und das Stressniveau senkt.

Wie funktioniert hybrides Arbeiten in der Praxis?

Stell dir ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden vor. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt können sich 80 Mitarbeitende im Büro aufhalten. Mehr Platz gibt es im Büro nicht.

Die anderen 20 arbeiten von zu Hause – sie haben bestimmte Aufgaben, die sie erledigen müssen, bei denen eine persönliche Zusammenarbeit nicht erforderlich ist.

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Das Schöne ist, dass diejenigen, die an einem bestimmten Tag im Büro arbeiten, nicht immer im Büro arbeiten müssen. Das heißt, wenn ich am Montag am Arbeitsplatz im Büro bin, kann ich am Dienstag im Home Office sein.

Mitarbeitende dürfen selbst entscheiden, wo ich unter der Woche am besten arbeiten kann.

Welche Tools brauchen Unternehmen für hybrides Arbeiten?

  1. Kommunikationsplattform: Bei dem neuen hybriden Arbeitsmodell ist Kommunikation das A und O. Während wir früher vielleicht einfach zum Schreibtisch der Kolleg:innen gehen konnten, müssen wir jetzt einen Weg finden, genauso schnell zu kommunizieren – auch wenn sie nicht im Büro sind.
  2. Hybrid Meetings Tool: Unternehmen müssen in effektive Technologie investieren, um alle MitarbeiterInnen zu vereinen – unabhängig davon, ob sie im Büro oder Remote arbeiten. Beim Wechsel zum hybriden Modell, bedeutet dies, dass Meetings hybrid gestalten werden können bzw. müssen.
  3. Budget für das Home Office bereitstellen: Firmen haben hier mindestens drei Möglichkeiten: entweder ein Budget zur Verfügung stellen, sodass die Mitarbeiter alles selbst einkaufen können. Oder das Unternehmen kauf alles selbst, und stellt die Gerät für Mitarbeiter zur Verfügung. Oder eine Mischung aus den beiden Optionen.
  4. Desk Sharing Software: Einige Unternehmen führen Shared Desk Systeme ein, um ihre Büros zu verkleinern. Desk Sharing Software kann sehr hilfreich sein, um die Planungen und Koordination von Desk Sharing zu ermöglichen.

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